6.-7. September 2013

Ausflug nach Engelberg
Es waren leider nicht alle Sänger, die sich am Freitag, 6. September, auf dem Brauereiplatz sammelten. Die anwesenden 15 waren umso mehr motiviert, die 2-Tagesreise zu geniessen und das Wetter bot die besten Voraussetzungen.

Unser Tracar Reisebus, geführt vom Chauffeur Werner, fuhr pünktlich Richtung Hundwil ab. Beim Vorbeifahren an Landpfifer’s Heimat dachten wir an unseren kranken, nicht anwesenden Sängerkameraden Kurt Breitenmoser.

Chauffeur Werner‘s kundige Reisekommentare waren sehr informativ, speziell für die einzelnen, die unsere Häämet selten bis gar nie verlassen!

Die Fahrt ging über die Wasserfluh, Wattwil und den Ricken, wo wir, in Benken angekommen, einen währschaften z’Morge im Landgasthof Sternen einnahmen. Nach einer Stunde und ein paar Liedern, fuhr uns Werner via Sattel, Arth und Küssnacht nach Luzern.

Bourbaki Panorama
Wir besuchten das Bourbaki Panorama Museum, mitten in der umtriebigen Stadt. Bei Betrachtung dieses beeindruckenden, riesigen Gemäldes wurde man in die Vergangenheit zurückversetzt, in eine Zeit, kurz nach der Gründung des Roten Kreuzes. Das Elend der abgebildeten, armen Soldaten erlebten wir hautnah und im Grossformat.

Mit dem Schiff nach Hergiswil
Danach verblieben uns einige Stunden zur freien Verfügung. Bei einem Spaziergang; lädele; essen/trinken (und rauchen) konnten wir uns auf die Schifffahrt nach Hergiswil vorbereiten.

Bei herrlichem Sonnenwetter glitten wir über die Wellen und bewunderten die teils protzigen, teils schönen Villen entlang der Vierwaldstätter-Küste. In Hergiswil angekommen holte uns Werner wieder ab und weiter ging es nach Engelberg, wo wir in dem bestens eingerichteten 4-Stern Hotel Ramada Regina Titlis unsere Zimmer mit herrlichem Ausblick beziehen konnten.

Hotel Ramada Regina Titlis
Eine gute Stunde blieb uns bis zum Nachtessen. Einige nützten dies zum Ausruhen und andere drapierten sich ziemlich rasch um die topausgestattete Hotelbar, um beim Apéro sich und die durchaus ansehnliche Bardame zum Lachen zu bringen, was immer besser gelang!

Das Nachtessen genossen wir in vollen Zügen. Einige hatten sich seit dem Morgenessen nur noch dem Nassfuttern gewidmet und hatten entsprechend Kohldampf. Nach mehreren Gängen, grosszügigem Nachservice und bei Wein und Gesang ging der Abend zu Ende. Einige Unentwegte begaben sich wieder an die Bar, jedoch in Aussicht auf einen anstrengenden Folgetag suchten auch diese rasch die „Etuis“ auf.

Ein umfangreiches Frühstücksbüffet genossen diejenigen, die rechtzeitig aus den Federn krochen, für einzelne reichte es nur noch für einen schnellen Kaffee!

Titlis
Um 10 Uhr teilten wir uns in 2 Gruppen auf. Die kleinere Gruppe besann sich auf eine Führung im Kloster Engelberg und das grosse Mehr wurde zur Talstation der Titlisbahn geführt. Die Fahrt hinauf in 6-er Gondeln ging recht rasant und die moderne Technik reichte uns, ohne unsere Kabinen zu verlassen, an das nächste Seil weiter, wo wir zur zweiten Station befördert wurden. Die Folgestufe war eine Kabinen-Seilbahn (à la Ebenalpbahn) in welcher wir ziemlich eng mit einer Riesenportion InderInnen zusammengepfercht waren. Diese hatten sich offensichtlich ziemlich heftig ihrem Nationalgericht, dem Curry mit Knoblauch gewidmet!

Danach ging es weiter hinauf in einer Kabinenbahn, die sich um die eigene Achse drehte. Nicht Chilbimässig – nur sehr langsam – jedoch der Schreibende musste eine Inderin beinahe erdrücken, bis sie merkte, dass dies kein meinerseitiger Annäherungsversuch war und sich der Drehung endlich unterwarf!

Die Belohnung für unsere doch beeindruckende Bergfahrt war eines der herrlichsten Bergpanoramen mit bewundernswerter Aussicht, die man sonst nur auf Postkarten sieht! Beim Anblick dieser Mächtigkeit und der Majestät unserer Bergwelt gingen einem die Augen fast über! Es gab einiges auf dem Gipfel zu tun, z.B. eine kurze Wanderung im ewigen Schnee mit Überquerung der neuen Hängebrücke und Blick in 500 Meter Tiefe! Dies ist die höchstgelegene Hängebrücke Europas und nichts für Höhenängstler!

Zurück in den Gipfelbauten gibt es, ausser Restaurants wo sich Inder und Japaner in der Überzahl verpflegen, einen riesigen Uhrenladen mit allen Schweizer Spitzenmarken. Die teuerste Uhr gab es für Fr. 135‘000.-, wohl im Dutzend billiger!

Trübsee
Nach einem Erfrischungstrunk begaben sich die Sängertouristen hinunter zum tiefer gelegenen Trübsee, wo man sich weiterhin ausgiebig erfrischen, bzw. verpflegen konnte.

Heimreise
Im Tal zurück, wartete unser treuer Chauffeur Werner und wir konnten die Heimfahrt über Zug, Menzingen, Ricken und nach Neu St. Johann antreten. Hier genossen wir im Landgasthof Ochsen eine feine z'Vieriplatte. Der Böhli bot sich freundlicherweise an, die wohl überstrapazierte Bluse der Serviertocher wieder etwas zuzuknöpfen, was diese wohlweislich ausschlug. Nach einigen Gesangseinlagen und körperlich gestärkt, packten wir die letzte Etappe zurück in die Appenzeller Heimat, wo wir pünktlich zur vorgegebenen Zeit wieder unsere Lieben begrüssen durften.

Ein grosser Dank gebührt unserem Reiseforscher Engelbert und dem Organisator Andreas für diese ausgesprochen lustige und erlebnisreiche Reise, während der wir den Gesang und die Zusammen-gehörigkeit unter Sängern ausgiebig feiern konnten und die schweizerischen Landschaftsbilder ausserhalb unserer kleinen Welt freudig bewunderten.

Der Chronist